Tag 40: E.T.

Anarchistenherz

Sonntag, 18. März 2007
Santiago de Cuba

Ein unspektakulärer aber sehr schöner Tag!
Wir treffen uns mit Corinna und Thorsten im Casa Grande. Wir ĂĽberlegen kurz, was wir Vier heute machen könnten und entschlieĂźen uns dazu, das Castillo El Morro und die Cayo Granma, eine kleine Insel in der Bucht von Santiago, aufzusuchen. Dort kommt man mit einem Pesobus hin, und so stellen wir uns an die Bushaltestelle und warten. „Beim Reisen warten“ lernt man in Kuba, und so wundern wir uns erst gar nicht, dass es etwas länger dauert. Mit den beiden macht es zudem auch noch richtig SpaĂź, da wir wirklich â€“ obwohl wir uns erst seit gestern kennen â€“ wie alte Bekannte miteinander reden können. Irgendwann bemerken wir dann, dass der Bus, der eigentlich jede Stunde fahren soll, sonntags wohl ĂĽberhaupt nicht fährt, und so setzen wir uns vor den nächsten StraĂźenimbiss, trinken und quatschen. Irgendwann kommt dann die Frage auf, ob wir unseren Plan auf irgendeine andere Weise (mit einem Taxi zum Beispiel) doch noch in die Realität umsetzen wollen, was auf allgemeine Ablehnung stößt. Also sitzen wir weiter da, trinken und quatschen.
Ein wie E.T. aussehender Schnorrer betritt die BĂĽhne und bettelt mich an. Er bekommt die ĂĽbliche Antwort und versucht es auf eine andere â€“ uns bis dato unbekannte â€“ Art und Weise: Er legt seinen Kopf auf den meinigen und streichelt dabei meinen Arm. Diese Aktion lässt den alten Glatzkopf zwar noch mehr wie E.T. erscheinen, es bringt ihm jedoch nichts. Ohne ein Wort gesagt zu haben, zieht er zu Thorsten weiter und probiert es auf die gleiche Weise noch einmal.

Corinna und Thorsten

Ortswechsel. Wir trinken und quatschen auf der Dachterrasse des Casa Grande weiter. Abends gehen Corinna und Thorsten dann mal zwischenzeitlich in ihr Casa Particular zum Abendessen, während Bekki und ich doch tatsächlich ein kubanisches Restaurant entdecken, in dem man recht gute Spaghetti serviert bekommt. 90 Minuten später sitzen wir wieder zu viert im Casa Grande und trinken und quatschen. Der Zauberer[1] kommt wieder vorbei und führt altbekannte aber auch neue Tricks vor. Er erinnert sich an Bekki und mich und ist wieder einmal genauso lustig wie charmant.
Morgen früh reisen unsere neuen Freunde leider nach Havanna weiter, gerne hätten wir unsere Reise nach Baracoa mit ihnen fortgesetzt. Man wird sich aber bestimmt wiedersehen, nicht zuletzt, weil Thorsten doch im Filmbusiness tätig ist (Sounddesigner) und unbedingt einen Tauchschein machen will.
Die Zeit mit den beiden hat auf jeden Fall eine Menge SpaĂź gemacht und hat unserem Aufenthalt auf Kuba auch sehr gut getan.

Alles im Lot.

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