Tag 51: Strandtag

Anarchistenherz

Donnerstag, 29. März 2007
Banes – Guardalavaca

Endlich haben wir mal wieder gutes Wetter.
Bekki und ich fahren morgens mit dem Auto an die Playa Esmeralda, um dort meine Eltern zu treffen. Mein Vater und ich wollen tauchen gehen. Allerdings weht noch immer die rote Fahne am Strand, was soviel bedeutet wie: Es fährt kein Tauchboot raus. Na, super. Die Wellen sind allerdings, wie ich finde, lächerlich klein. Bei Ralf, meinem Jefe auf Mallorca, wĂĽrden wir bei diesem Wellengang auf jeden Fall mit dem Boot raus fahren. Diese Kubaner â€¦ Weicheier.
Somit ist immerhin „Strandtag“ angesagt, worauf wir ja auch schon lange genug gewartet haben. Es ist schon traurig und eigentlich auch erbärmlich, dass wir nun schon den 51. Tag auf einer Insel sind und erst zum maximal sechsten[1] Mal einen Tag am Strand verbringen. Dies liegt einfach daran, dass man hier ohne Mietwagen oder teures Taxi an keinen Strand kommt. In Kuba muss man irgendwie fĂĽr alles Geld bezahlen. Es nervt.

Wie dem auch sei: Der Tag am Strand ist absolut erholend und schön. Endlich können wir mal wieder Sonne tanken, und zudem ist die Playa Esmeralda auch noch verdammt schön. Wenn nur nicht ständig diese blöden All-Inclusive-Animateure ankämen und einen mit übertriebener Freude oder lauter Trillerpfeife zum Volleyballspielen animieren wollten.
Wir bekommen Hunger. An diesem Strand gibt es jedoch nur All-Inclusive-Restaurants, und von daher müssen wir an die fünf Kilometer entfernte Playa Guardalavaca fahren, was nicht weiter stört, da wir uns den Strand Guardalavacas auch mal ansehen möchten.

Guardalavaca ist scheiße. Die Hotels sind entweder mit Proleten besetzt oder einfach nur hässliche 60er-Jahre-Bauten. Die mehreren Strände wären an sich ganz nett, wenn nicht überall Bullen und laute Deppen herumrennen würden. Es ist total ungemütlich und auch relativ dreckig.
An einem Mini-Strand, der sich zwischen zwei größeren befindet, kann man offenbar sogar heiraten. Heute scheinen das zwei Idioten getan zu haben, und so kann man noch die Dekoration des sicherlich wahnsinnig romantischen Happenings bewundern.
Restaurants gibt es hier kaum, und die wenigen, die es gibt, gehören vermutlich auch alle zu irgendwelchen All-Inclusive-Anlagen. Also sitzen wir nach unserem Spaziergang wieder bei unserem UFO-Italiener gegenĂĽber unserer „Lieblingsanlage“ Villa Cabaña.
Ich habe irgendwie sehr groĂźen Hunger (mein Magen scheint bemerkt zu haben, dass meine Eltern hier sind, die uns zum Essen einladen) und vertilge gleich zwei Pizzas.

Nach dem Essen geht’s noch mal kurz zurück in die Playa Esmeralda; wir verabschieden uns bis morgen von meinen Eltern, und dann fahren Rebekka und ich zurück nach Banes.

Buenas noches,
Dennis y Rebekka


  • [1]
  • Siehe Matanzas â€“ Varadero, 10. Februar2007, Playa Larga â€“ Playa GirĂłn, 19. Februar 2007 (allerdings nur relativ kurz und ohne Badesachen), Playa Larga, 20. Februar 2007, Playa Larga, 21.02.2007, Playa Larga, 22. Februar 2007, Trinidad â€“ La Boca, 25. Februar 2007 (nur zehn Minuten und ohne schwimmen gehen), Baracoa â€“ Playa Maguana, 24. März 2007 (nur kurz mit Kleidern im Sand gesessen und den Strand entlang spaziert, dann in der Nähe vor Regen geschĂĽtzt)

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