Tag 47: Auf dem Farmer’s Market oder: The Return of The Phantom

Kaffee, Kiffer, Killerkatzen

Sonntag, 26. September 2004
Pahoa & Hilo, Hawaii

Heute soll das Queen Lili’uokalani-Festival in Hilos gleichnamigen Park steigen. Der Daumen wird also wieder in Richtung Hilo gehalten und â€¦Â aber zunächst landen wir einmal ganz wo anders.
Eine ziemlich nette Frau â€“ um genau zu sein, die Ex-Frau des Mannes, der den grausamen Ohrwurm »I’ve been thinking about you« geschrieben hat â€“ meint, wir mĂĽssen vorher noch den allsonntäglichen Farmer’s Market sehen.
Auf dem kleinen, aber feinen Farmer’s Market bekommt man Kunst, Früchte, Pflanzen, Massagen nach Lomi Lomi Art und äußerst leckeres und besonderes Essen. So ist unsere erste Mahlzeit des Tages Tamales mit Tofufüllung aus Peru. Wir genießen die köstliche Maisteigspezialität in des Farmer’s Markets Essecke, die sogar mit Livemusik daherkommt. Eine Alleinunterhalterin rockt das Keyboard, schmettert allerdings öfter: »Thank you!«, »Mahalo!« und »So beautiful kids!« in die Runde als zu singen. Rebekka und ich sind übrigens »such a beautiful couple« und stehen bei der dicken Sängerin selbstverständlich im Verdacht auf Honeymoon zu sein.
»Wenn schon so viel Süßes in der Luft liegt, sollten wir auch Süßes zu uns nehemen«, denken wir uns und essen extrem leckeres Rohrzuckereis. Dieses Eis gibt es in durchaus interessanten Geschmacksrichtungen: Wir entscheiden uns für Cashew Nut Pure und Cashew Nut with Chocolate. Lecker! Obendrauf gibt es noch kostenlose Rohrzuckersaftproben. Rock und Roll.
SchlieĂźlich kommt es, wie es nicht unbedingt kommen muss: Christian, der Typ aus der Kanaka Kava Bar in Kailua und dem Wal Mart in Hilo, läuft uns schon wieder ĂĽber den Weg! Sachen gibt’s â€¦Â Nachdem ich Christian, dem mysteriösen Phantom erklärt habe, dass mein St.-Pauli-Totenkopf-T-Shirt meine Sympathie fĂĽr den Hamburger FuĂźballverein ausdrĂĽckt, meint er nur: »Ah, you like soccer? I need to show you somebody: He was a professional in England!«
Echt jetzt? Wer? Paul Gascoigne? Vinnie Jones?: »What’s his name?«
»Blacky Blackmore!«
Höhö â€¦Â Hä?
The Phantom stellt uns den glatzköpfigen Engländer namens Blacky Blackmore vor, der wohl mit 19, 20 fĂĽr ein, zwei Jahre in der dritten englischen Liga gespielt hat, und verschwindet einmal mehr genauso schnell und unerwartet wie er immer auftaucht. Es wird wohl aber nur eine Frage der Zeit sein, bis wir ihn wieder sehen werden â€¦
Irgendwann landen wir schließlich doch noch in Hilo und fahren mit einem Bitte-gebt-mir-2-Dollar-für-Sprit-und-Überleben-weil-ich-arbeitslos-bin-Taxi den historischen Banyan Drive entlang zum Queen Lili’uokalani Gardens Park. Der Park ist wirklich schön. Überall sind kleine japanische Brücken, die über einen kleinen See führen.
Das Festival ist sehr klein und wohl eher für ältere Leute oder Touristen gedacht, sodass wir nicht all zu lange dort bleiben. Wir schauen uns einen Hula-Tanz an, lernen zwei neue hawaiianische Vokabeln und mampfen ein paar Poi-Balls. Da die knapp siebenjährige Kassiererin anscheinend keine Lust hat das Wechselgeld auszurechnen, bekommen wir zwei Poi Ball Sticks umsonst.
Die frisch gelernten und essenziell wichtigen Vokabeln sollen natürlich nicht unterschlagen werden: Hot Dog heißt Na’aukake und die Schüssel Chili nennen die Hawaiianer lustig Kili me ka laiki.

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