»Serendipity«: Die erste Lesung!
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"Serendipity": The First Reading!
Hallo Welt!
Zunächst einmal: »Serendipity«? Was soll das sein? Nun, ich bin noch immer auf der Suche nach einem passenden Titel für meinen US-Reisebericht. Dass der zu Beginn meiner Reise schamlos von den Dead Kennedys geklaute Titel »California über alles« herzlich wenig zum Bericht passt, wurde mir sehr schnell klar. Während meiner Reise mauserte sich vielmehr das schöne Wort »Serendipity« zu einem sehr passenden Titel und einem Leitmotiv für mein nächstes Buch, wobei ich hier noch Bedenken bezüglich der Vermarktung habe. Nicht allzu viele Menschen in den deutschsprachigen Gegenden dürften das Wort und dessen Bedeutung kennen, fürchte ich. Aber klingt schon schick, oder?
Und nun zum eigentlichen Thema: Kaum eine Woche, nachdem ich mit dem Schreiben meines US-Reiseberichts fertig wurde, hatte ich bereits meine allererste Lesung überhaupt! Alexander Häusser, seines Zeichens Schriftsteller und Kollege aus dem Lost Cabaret, lud mich zur 8. Buchenlesung in Hamburg ein. Und was soll ich sagen: Dieser 8. Februar war ein großartiger Abend!
Ich las in einem mit knapp 40 Zuhörern randvoll gefüllten Treppenhaus vier Kapitel aus meinem Bericht vor. Das Publikum machte es mir mit seinen amüsierten Reaktionen und dem Interesse an meiner Geschichte leicht und ließ bei mir keinerlei Nervosität aufkommen. Da ich zwei Tage zuvor noch beim »Lost Cabaret« auf der Bühne stand und mit dem ersten Korrigieren des Berichts ebenso erst wenige Tage zuvor angefangen hatte, blieb keine Zeit, mir vor der Lesung die ausgewählten Texte im stillen Kämmerlein selbst einmal laut vorzulesen. Daher musste ich recht schnell feststellen, dass ich mit meinem geplanten Programm in der anvisierten Lesezeit von 60 Minuten unmöglich fertig werden kann. Dementsprechend musste ich beim Lesen ein wenig aufs Gas drücken – und benötigte am Ende dennoch rund 90 Minuten.
Nach der Lesung ließ Organisator Alexander Häusser den Hut für mich durch die Reihen wandern, der mir kurz darauf erstaunlich gut gefüllt übergeben wurde. Alex erklärte mir, dass »Reisebericht« eine Genrezuordnung ist, die eigentlich gar nicht zu meinem Text passt. Ja, aber was genau ist es denn? Es ist kein Roman, wohl auch kein klassischer Reisebericht und schon gar kein Reiseführer. Mir gefällt ja der Begriff »Reise-Gonzo«. Ja, ich fühle mich gonzo.
Abschließend folgte noch eine Vorführung meines Kurzfilms Erinnerungen. Im Anschluss unterhielt ich mich mit den Gästen. Einer von ihnen, ein evangelisch-lutherischer Pastor, erzählte mir, dass er »Erinnerungen« bereits kenne, da er den Film über filmsortiment.de erworben hat und nun seinen Konfirmanden zu Bildungszwecken vorspielt. Kann ein Abend noch besser laufen? Kann er: Im Anschluss folgte nämlich die After-Show-Party in der Küche der wunderbaren Familie Häusser.
Ich bedanke mich herzlichst für eine fantastische Premiere als Vorleser! Ich lerne jetzt mal schnell Hochdeutsch und eine klarere Aussprache und dann, lieber Alex, darfst Du mich gerne noch öfter zum Vorlesen einladen. Geht auch gerne schon vor meinem Sprachkurs. 😉
Und auch Du, lieber Leser, kannst Dich gerne melden, wenn Du mich einmal für eine Lesung einladen möchtest. Ich habe Blut geleckt: info@dennisknickel.com
Schönen Abend noch,
Dennis Knickel
PS: Vielen Dank an Christian Böhl für das Bearbeiten des Tons!
Hello world!
First of all: "Serendipity"? What is that? Well, I am still looking for a fitting title for my US travel report. I realized quite early during my trip that the title "California über alles", which I had shamelessly stolen from the Dead Kennedys, would not really fit the book. No, another word became a recurring motto and leitmotif during my trip: the beautiful word "serendipity". So this might become the title of the book. But I am not 100 % sure about it yet, as it is a word most German-speaking folks might not know or understand. We will see...
2. A combination of events which are not individually beneficial, but which together produce a good or wonderful outcome.
Whatever. Let us get to the real topic of this article: I was invited to give a reading only about a week after I finished the writing process. It was my very first reading ever! Alexander Häusser, who is an author himself and a colleague from the Lost Cabaret, invited me to Hamburg. And what can I say: This February 8 became a fantastic evening!
I read four chapters in front of 40 listeners in a fully packed staircase. The audience made it easy for me, as they reacted with amusement and interest. Nervousness? Thanks to those people: nope. I had been on stage at the "Lost Cabaret" only two days before and had only just started the first round of corrections a few days earlier. So I did not have much time to prepare the reading. I did not manage to read the chosen chapters out loud to myself at home to check how long it would take to read them to an audience. So I had to face the fact that I would not be able to read everything I wanted to read and also that I would have trouble finishing even just four chapters in 60 minutes. Accordingly, I had to read a bit faster – and finished after roughly 90 minutes.
After the reading, Alexander Häusser passed the hat, which became stunningly full. Yeah. Alex told me that "travel report" is a genre label that does not really fit my text. Hm, but what exactly is it? It is not a novel, probably not a classic travel report and definitely not a travel guide. I actually like the term "travel gonzo". Yes, I feel gonzo.
Finally, I also presented my short film Memories. After the screening, I talked to the guests. One of them, a Protestant-Lutheran pastor, told me that he already knew the movie because he had bought the educational DVD and was showing it to his confirmation students for educational purposes. Could an evening go any better? Yes, it could: After that, there was an after-show party in the kitchen of the wonderful Häusser family. Rock and roll.
I am very grateful for such an awesome premiere as a reader! I will quickly develop my High German and my enunciation and then, dear Alex, you are allowed to invite me again and again for readings. I will also come before I take that language course. 😉
In case you want to listen to a guy reading in German about his trip along the US West Coast: feel free to contact me. This might become the chance for you to take a German language course. 🙂
info@dennisknickel.com
Have a nice evening,
Dennis Knickel
PS: Thanks to Christian Böhl for working on the sound!
